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MRSA

Auch für Tiere sind resistente Keime (MRSA) gefährlich.

MRSA steht für Keime die besonders resistent sind, auch gegen Antibiotika. Beim Menschen sind diese Keime als „Krankenhauskeime“ bekannt. Doch auch bei Tieren kann eine Infektion mit MRSA gefährlich werden. In einem Fall jagte eine Hiobsbotschaft die nächste. Eine Pferdebesitzerin musste ihr Pferd wegen einer Beule am Bauch operieren lassen. Nach der OP wollte und wollte die Wunde nicht abheilen. Das Tier hatte MRSA. Es gab nur noch ein Antibiotika für das Tier. Glücklicher Weise hat das dann geholfen.

So glimpflich geht es nicht immer aus: MRSA, kurz für Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme, sind Bakterien, die Mensch und Tier gefährlich werden können. Verschiedene Antibiotika wirken nicht, was zu einer lange andauernden Infektion führen kann. Beim Menschen sind MRSA als Krankenhauskeime bekannt, mittlerweile sorgen sie in der Nutztierhaltung ebenfalls für enorme Probleme. Auch Haustiere können davon betroffen sein.

In den Tierarztpraxen scheint MRSA aber noch nicht so bekannt zu sein.

Dies könnte daran liegen, dass dort keine Intensivpatienten behandelt werden. Derzeit läuft eine bundesweite Studie, für die mehrere hundert Pferde, Hunde und Katzen untersucht werden. So sollen Risikofaktoren aufgedeckt werden. Sicher ist, dass Mensch und Tier die gleichen MRSA-Typen in sich tragen. Wahrscheinlich stammen die meisten Stämme vom Menschen und gingen auf die Tiere über. Die Tiere können MRSA allerdings auch wieder auf den Menschen rückübertragen. Das ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Ein Problem wäre es für den Menschen nur, wenn er kurz vor einer Organtransplantation steht.

Wenn Mensch oder Tier gesund sind, dann sind die MRSA-Bakterien meistens kein großes Problem. Gefährlich wird es aber, wenn das Immunsystem geschwächt ist, zum Beispiel nach einer Operation oder im Alter. Dann können die Bakterien lebensbedrohliche Krankheiten wie Wundinfektionen, Sepsis oder Lungenentzündungen verursachen. MRSA nisten sich in den Schleimhäuten ein und machen dabei keinen Unterschied zwischen Mensch, Meerschweinchen oder Pferd. Auch exotische Haustiere wie Schildkröten können betroffen sein.

Zur Wurzel des Übels gehören ausgerechnet die Antibiotika selbst.

Sie vernichten im Körper nicht nur Krankheitserreger, sondern alle Bakterien, wenn sie nicht resistent sind. Da aber auch Bakterien überleben wollen entwickeln sie Resistenzen und geben diese sogar weiter.

Was Antibiotika angeht sind mittlerweile auch die Tierärzte beim Umdenken. Doch sie stehen den Erwartungen der Besitzer gegenüber, nach dem Motto „Eine Spritze und dann ist alles wieder wie vorher!“ Es ist in den meisten Fällen besser, Krankheiten mit anderen Mitteln zu bekämpfen, auch wenn es ohne Antibiotika etwas länger dauert.


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Über den Autor

Joachim Cäsar-Preller

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