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Notare in Gera

Geographie

Gera liegt im Osten Thüringens, im ostthüringischen Hügelland, an der weißen Elster. Gera ist eine kreisfreie Stadt und hat eine Fläche von 152 km², damit ist Gera, flächenmäßig, die zweitgrößte Stadt in Thüringen. Die Stadt erstreckt sich auf einer Länge von ca. 12 km im Elstertal und hat ca. 95.000 Einwohner. Die höchste Erhebung, bei Gera-Falka im äußersten Südosten, beträgt 354 m ü. NN, die niedrigste Erhebung, das Bett der Weißen Elster, beträgt 180 m ü. NN. Der Marktplatz liegt 205 m ü. NN. Die Stadt Gera ist in 40 Stadtteile gegliedert, einige Stadtteile sind auch Ortschaften. Wenige Stadtteile bilden mit anderen Stadtteilen eine Ortschaft. Insgesamt gibt es in Gera 15 Ortschaften mit jeweils einem Ortsteilbürgermeister und einem Ortsteilrat. Folgende Gemeinden grenzen an Gera: Wetterzeube, Gutenborn, Silbitz,  Hartmannsdorf, Bad Köstritz, Kraftsdorf, Zedlitz, Hundhaupten, Saara, Ronneburg, Kauern, Hilbersdorf, Linda b. Weida, Endschütz, Wünschendorf, Pölzig, Hirschfeld, Brahmenau, Schwaara und Korbußen. Das Klima in Gera ist gemäßigt, die wärmsten Monate im Jahr sind der Juli und August, die kältesten Monate sind Januar und Februar.

Geschichte

Das Gebiet der heutigen Stadt Gera war vermutlich schon in der Altsteinzeit besiedelt. Ein Mittelpunkt der Eisenverhüttung war Gera um Christi Geburt. Eine slawische Besiedlung ist ab dem 8. Jahrhundert nachweisbar. In einer Schenkungsurkunde von 995, Kaiser Otto III. schenkte dem Bischof von Naumburg das Gebiet Crossen an der Elster, wurde das erste Mal der Name Gera erwähnt. Im Jahre 999 erhält die Äbtissin des Stifts Quedlinburg, vom Kaiser Otto III., das Land Gera. Im 13. Jahrhundert kamen die Grafen und Fürsten von Reuß, sie bestimmten die Geschichte der Stadt über einige Jahrhunderte. 1237 wird erstmals von den Bürgern der Stadt Gera gesprochen. Um 1401 begann in Gera die Tuchproduktion, das war der Grundstein für die Blütezeit im 16. und 17. Jahrhundert. 1450 wird die Stadt, im sächsischen Bruderkrieg, erobert und stark zerstört. 1487 erhält die Stadt ein neues Stadtrecht. 1639 zerstörte ein Feuer ein Drittel der Stadt. Im Siebenjährigen Krieg, von 1756 bis 1763, wird Gera von vielen Truppendurchmärschen heimgesucht. Bei einem Stadtbrand 1780 wurde die gesamte Altstadt in Schutt und Asche gelegt. 1811 wurde die Spinnmaschine eingeführt, 1833 kam die erste Dampfmaschine, der mechanische Webstuhl kam 1836 und 1892 erhielt Gera eine elektrische Straßenbahn. Von Kriegshandlungen in Ersten Weltkrieg blieb Gera verschont, doch viele Bürger mussten an der Front ihr Leben lassen. 1918 musste der letzte Fürst von Reuß abdanken 1920 wurde das Land Thüringen gebildet, Gera wurde ein Teil davon. Viele Orte der Umgebung wurden von 1919 bis 1924 nach Gera eingemeindet. Eine kreisfreie Stadt wurde Gera 1922. 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht in Gera und sie begannen mit der Verfolgung der politischen Gegner. Im Zweiten Weltkrieg wurde Gera durch Luftangriffe der Alliierten erheblich zerstört. 1945 wurde die Stadt von den Amerikanern besetzt, die im Laufe des Jahres von sowjetischen Truppen abgelöst wurden. 1952 wird Gera Bezirksstadt. 1953 kam es auch in Gera zu Streiks und Demonstrationen, die von den sowjetischen Truppen mit der Verhängung des Ausnahmezustandes beendet wurden. Entscheidend für die Wirtschaft der Stadt und für die Entwicklung der Region war der Uranerzbergbau der SDAG Wismut um Ronneburg. 1959 wurde Gera eine Großstadt. Am 13. Oktober 1980 hielt Erich Honecker in Gera eine Rede, sie wurde als „Geraer Rede“ bekannt (er stellte vier Forderungen an die BRD). Im Herbst 1989 kommt es auch in Gera zu Protesten gegen die Regierung der DDR. Die Donnerstagsdemonstrationen werden noch bis März 1990 durchgeführt. Ebenfalls 1990 wurde Gera ein Teil des neuen Bundeslandes Thüringen, auch finden das erste Mal freie Wahlen statt. 1994 wurde der Oberbürgermeister der Stadt direkt gewählt, 12 Gemeinden kommen zu Gera und die Fläche verdoppelt sich. Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, die Ansiedlung neuer Betriebe gestaltet sich schwierig. Erst seit 2007 gibt es einen Aufschwung, mit der Ausrichtung der Bundesgartenschau werden einige Verkehrsprojekte erledigt und wichtige Sehenswürdigkeiten wurden renoviert.

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