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Wirtschaftsrecht - Krisenmanagement

Publiziert von:
Rechtsanwalt
Olaf Kretzschmar

am 06.11.2009

Konsul-Lorentzen-Straße 2c
24376 Kappeln


Krisenmanagement

In Zeiten der Krise hilft oft schon die Rückbesinnung auf die eigentlichen Stärken des eigenen Unternehmens.

Im Krisenmanagement sollte die Konzentration auf das eigentliche Kerngeschäft erfolgen. Denn hierdurch kann das eigene Unternehmen in Krisenzeiten wieder in einigermaßen sichere Bahnen gelenkt oder sogar zu herausragendem, wirtschaftlichem Erfolg geführt werden.

Um beim nächsten Aufschwung ganz vorn mit dabei sein zu können, ist es jetzt - inmitten der Wirtschaftskrise - aber von ganz herausragender Wichtigkeit, einen Moment inne zu halten. Überprüfen Sie Ihr Krisenmanagement, bis das bisher Geschaffene wirklich sicher vor Zugriffen Dritter ist. Den Schutz des so genannten Geistigen Eigentums eines Unternehmens, gilt es zu pflegen. Durch die Erteilung von Lizenzen oder Unterlizenzen kann das Unternehmen eventuell sogar eine zusätzliche Einnahmequelle hinzu gewinnen. Das trifft nicht nur auf Konzerne zu, sondern auch auf kleinere Unternehmen, die landes-, europa- oder sogar weltweit eine Alleinstellung auf einem bestimmten Gebiet von produzierten Waren oder von erbrachten Dienstleistungen haben.

Durch Kooperationen mit anderen Unternehmen können Synergieeffekte entstehen.

Das bedeutet, dass sich durch die Zusammenarbeit für die zusammen wirkenden Unternehmen Auswirkungen ergeben, die für sie von Vorteil sind. Betriebswirtschaftliche Vorteile ergeben sich im Rahmen einer Kooperation vor allem in den Bereichen Waren-/ Rohstoffbeschaffung, dem Bereich der Produktion und Verwaltung und im Absatzbereich. In der Waren-/ Rohstoffbeschaffung kann durch Einkaufbündelung häufig ein Preisnachlass erzielt werden. Auch die Verringerung der Beschaffungszeiten, die Erschließung neuer Beschaffungsmärkte und die Verbesserung des Informationsstandes bringen Kostensenkungen mit sich und haben somit einen positiven Effekt für das Krisenmanagement.

Die Effizienz in Produktion und Verwaltung wird ebenfalls durch Kostensenkung gesteigert. Das beginnt mit der Senkung der Entwicklungs- und Fertigungskosten und der Senkung der Personalkosten. Manchmal ist auch eine Steigerung der Stückzahlen oder die Verringerung von Produktionszeiten möglich sowie der Erhalt und Zugewinn von Know-how und Technologie seitens der Kooperationspartner. Weitere Maßnahmen sind in dieser Krise eine bessere Auslastung vorhandener Kapazitäten, der Ausgleich fehlender Kapazitäten aber auch die Verbesserung der Qualität und die Erweiterung des Angebot-Spektrums.

Der Absatz lässt sich durch Kooperationen steigern, besonders verbunden mit der Kalkulation günstigerer Preise und/oder dem Angebot zusätzlicher Produkte und Dienstleistungen. Auch die Erschließung neuer Absatzmärkte, der Gewinn zusätzlicher Kunden und die Möglichkeit der Übernahme von Komplett-Aufträgen führen zu einem besseren Betriebsergebnis und sind im Krisenmanagement erprobte Instrumente. Ferner besteht die Möglichkeit von Kosteneinsparungen bei Marketing, Vertrieb und Logistik, der Hilfe beim Markteintritt und last but not least dem Ausbau der eigenen Marktposition.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Gedeihen und den dauerhaften Fortbestand eines soliden, erfolgreichen Unternehmens sind seine Mitarbeiter.

Nur außergewöhnlich motivierte Angestellte mit einem sich stetig erneuernden Wissensschatz, sind in der Lage, sich den ständig ändernden Gegebenheiten der Märkte anzupassen und für das Unternehmen das Beste zu leisten. Durch das Angebot regelmäßiger Schulungs- und Seminarveranstaltungen zu aktuellen Themen der Wirtschaft und/oder zum Krisenmanagement, können Sie Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter fit für die Zukunft auf den Märkten von morgen zu machen.

Für das Krisenmanagement bedeutet dies, dass so gerüstete Unternehmer ihren Blick auch und gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise und der grassierenden Rezession auf jene Märkte im Ausland richten, auf denen nach wie vor schwarze Zahlen geschrieben werden. China ist so ein Markt. Obwohl auch dort die Krise zu spüren ist, bedeutet dies, dass dort im Jahr 2008 „nur“ ein Wachstum der Wirtschaft um ganze neun Prozent verzeichnet werden konnte. Für 2009 wird immerhin noch mit einem Wachstum um sechs bis sieben Prozent gerechnet. Bemerkenswert dabei ist, dass dieses Wachstum allein von dem chinesischen Binnenmarkt erzeugt wird. Das ist für deutsche und europäische Unternehmen die Chance, sich trotz der Krise schon heute große Anteile an dem zu verteilenden „Binnenkonsum-Kuchen“ zu sichern. Zu nennen sind an dieser Stelle der Konsumgüterbereich, Umweltschutz, Maschinenbau, Lebensmitteltechnologie und Luftfahrt.

Australien wiederum bietet insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Energierohstoffe, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Windenergie ein Betätigungsfeld. Gerade als Maßnahmen für das Krisenmanagement sind Investitionen in das eigene Unternehmen also unumgänglich, um zukünftig am Markt bestehen zu können.

Stand: 06.11.2009