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Verbraucherrecht - Auslandsreisekrankenversicherung

Publiziert von:
Freier Journalist Jörg Stroisch
am 06.09.2005


Verletzungen auf der Reise - Mit einem gebrochenen Bein den Strandläufern hinterher schauen: Das ist der Super-GAU eines Urlaubs.

Doch neben dem verdorbenen Spaß kann das alles auch ziemlich teuer werden. Existenziell wichtig ist deshalb eine Auslandsreisekrankenversicherung.

Wer im Ausland einen Unfall hat, geht dort auch zum Arzt. Können die kleinen Verletzungen oftmals noch aus dem eigenen Urlaubsbudget bestritten werden, wird es insbesondere bei Krankentransporten, Operationen und dem Rücktransport ins Heimatland richtig teuer. “Deshalb sollte unbedingt eine Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen werden”, rät Jennefer Fricke, Expertin beim Bund der Versicherten. “Sie ist sehr günstig, deckt aber solche Schäden ab.” Etwa fünf bis acht Euro kostet ein Jahresvertrag bei verschiedenen Versicherern, unterschiedlich lange – häufig bis zu sechs Wochen – kann der Verbraucher damit versichert im Urlaub bleiben.

Auch in EU-Staaten und in Staaten, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, sollten gesetzlich Krankenversicherte dabei eine private Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, denn der Krankenrücktransport wird nie von der gesetzlichen Kasse bezahlt.

Und auch privat Krankenversicherte in Deutschland müssen möglicherweise darauf verzichten. “Niemand sollte deshalb auf die Auslandsreisekrankenversicherung verzichten”, rät Fricke generell.

Oftmals verlangen die Ärzte im Ausland Barkasse, weshalb eine Kreditkarte hilfreich sein kann. Damit die Versicherung überhaupt zahlt, muss der Schaden immer unverzüglich gemeldet werden – sollte dies aus gesundheitlichen Gründen nicht gehen, ist das natürlich kein Problem.

Weitere Versicherungen

Wer einen Unfall hat, für den zahlt die Unfallversicherung und im Falle der Berufsunfähigkeit die Berufsunfähigkeitsversicherung. Generell: Spezielle Reiseunfallversicherungen sind sinnlos, wenn eine Unfallversicherung abgeschlossen wird, dann sollte das eine allgemein und weltweit gültige private Absicherung sein. Existenziell wichtig ist immer die Berufsunfähigkeitsversicherung. “Bei Eintritt der Berufsunfähigkeit kann der Versicherer aber verlangen, dass die erforderlichen Untersuchungen des Versicherten in Deutschland durchgeführt werden”, erklärt Expertin Fricke.

Berufsunfähigkeitsversicherungen sind dabei sehr komplizierte Produkte. Vor der Antragstellung sollte eine unabhängige Beratung eingeholt werden, also etwa durch die Verbraucherzentralen, einen gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater oder den Bund der Versicherten. Denn schon die richtige Beantwortung der Gesundheitsfragen ist sehr kompliziert und entscheidend dafür, ob der Versicherer im Schadensfall überhaupt zahlt.

Stand: 06.09.2005