AdvoGarant

Steuerrecht - Rating

Publiziert von:
Karl Siegmund Gerken
am 25.03.2006

Weitere Publikationen:


Rating

Existenzgründung ist ohne diszipliniertes Handeln chancenlos.

Viele neue Kleinunternehmen sind in den letzten Jahren – gerade ab 2004 – gegründet worden. Sind die Deutschen “unternehmungslustiger” geworden? Sind sie mutiger als noch vor zehn Jahren? Oder ist die Selbständigkeit lediglich eine berufliche Alternative zum Angestelltendasein?

Alle Aspekte spielen eine Rolle. Die besten Voraussetzungen für eine eigene Firma sind allerdings Tatkraft, Dynamik zielorientiertes Handeln, nachhaltige Freude an der Arbeit, vorhandenes Startkapital sowie gute wirtschaftliche, rechtliche und finanzwirtschaftliche Kenntnisse – oder zumindest qualifizierte Berater in der oft nicht einfachen Startphase. Diese wird in der Regel mit einer Dauer von fünf Jahren angenommen.

Für alle Förderprogramme (Überbrückungsgeld, Ich-AG oder Bankdarlehen) wird eine Ertragsvorausschau (mit einer Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsplanung) für mindestens drei Jahre verlangt.

Dies geschieht auch aus gutem Grund. Nur wer sich durch die “unglaubliche deutsche Bürokratie” durchgearbeitet hat, wer die diversen Prämissen kennt und die eigene Zukunftsplanung kritisch analysiert, kann die Probleme der Anlaufphase erkennen, skizzieren, entsprechend planen und nach dem Start bedarfsgerecht modifizieren.

Diese große Aufgabe, Chancen zu erkennen und langfristig zu nutzen ist eine stete Herausforderung. Ergebnisorientierte Entscheidungen sind stets neu zu treffen.

Dies setzt wiederum voraus, dass der Jungunternehmer

  • seinen Betrieb kennt,
  • Ziele seines Unternehmens definiert,
  • die Daten seines Betriebes regelmäßig zusammenstellt,
  • diese Daten als Chance für eine stets angepasste, verbesserte Liquiditätsplanung und Arbeitsleistung seines Betriebes nutzt,
  • den Kundenbedürfnissen nachkommt,
  • den ihn begleitenden Berater stets informiert, um eine optimale betriebswirtschaftliche und steuerliche Gestaltung zu gewährleisten und
  • die entsprechenden Ziele / Planungen mit der Hausbank kontinuierlich abstimmt.

“Wer schaffen will, muss fröhlich sein…”

Dies sagte ein großer deutscher Denker. Wie Recht er doch hat. Fröhlich und entspannt kann jedoch nur derjenige bleiben, bei dem das Verhältnis von Aufwand und Ertrag stimmt, die Kunden und die Mitarbeiter als wichtigstes Ganzes des Unternehmens erkannt werden und letztlich Freunde und Familie Verständnis für fehlende zeitliche Freiräume erkennen lassen.

Denn niemand lebt für sich allein. Ein Unternehmer ohne privates Umfeld gleicht einer Maschine. Hiervon haben wir bereits genug…

Stand: 25.03.2006