Arbeitsrecht - Das Vorstellungsgespräch |
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Im Vorstellungsgespräch gilt, es Farbe zu bekennen. |
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Es stellt auch heute noch die wohl verbreitetste Methode für die Auswahl von Führungsnachwuchskräften und Akademikern dar. Wenn Sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten haben, dürfen Sie sicher sein, daß Sie die erste Hürde im oftmals langwierigen Bewerbungsparcours erfolgreich bewältigt haben. Sie haben zu diesem Zeitpunkt bereits unter Beweis gestellt, Ihr fachliches und persönliches Know-How in der schriftlichen Bewerbung erfolgreich vermarktet zu haben. Die logische Konsequenz: Sie sind als Bewerber für das Unternehmen interessant. Der Personalverantwortliche möchte Sie kennenlernen, um sich in einem persönlichen Gespräch davon zu überzeugen, ob Sie die richtige Person für die zu besetzende Position sind. Sie sind also mit Ihrer Bewerbungsstrategie Ihrem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Nur die wenigsten Mitbewerber haben überhaupt eine Einladung zu einem solchen Gespräch erhalten und damit eine Chance bekommen, den eigenen Standpunkt zu vertreten. Die Praxis zeigt, daß viele Bewerber diese gebotene Möglichkeit nicht nutzen beziehungsweise nicht als solche erkennen. Sind Sie sich eigentlich über die Bedeutung des Vorstellungsgesprächs bewußt? Im Vorstellungsgespräch können alle Beteiligten versuchen herauszufinden, inwieweit sich die beiderseitigen Ziele, Erwartungen und Interessen auch tatsächlich entsprechen. Dabei gilt: Je größer der Übereinstimmungsgrad zwischen diesen drei Komponenten, desto näher rückt für den Bewerber das angestrebte Vertragsangebot verbunden mit dem Gefühl, sich für das richtige Unternehmen entschieden zu haben. Das Unternehmen kann in diesem Fall davon ausgehen, daß der Bewerber die neue Position mit realistischen Erwartungen antreten wird. Die nachfolgenden Tips sollen Ihnen helfen, unnötige Fehler im Vorstellungsgespräch zu vermeiden, um so das Gespräch erfolgreich für Sie zu gestalten. Die Ausgangssituation Bewerber und Unternehmen gehen mit unterschiedlichen Strategien in das Vorstellungsgespräch. Der Bewerber versucht, den Werdegang, insbesondere die individuellen Stärken, wie zum Beispiel einen positiven Studienverlauf und verschiedene Praktika überzeugend zu präsentieren und mögliche Schwachpunkte nicht zu erwähnen oder argumentativ zu überbrücken. Der Personalleiter oder auch der Personalberater versuchen hingegen, diese Strategie aufzudecken und Ihrerseits mögliche Schwachpunkte zu finden. Nur so kann ein optimaler Anforderungsvergleich mit der dazugehörenden Umfeldanalyse vorgenommen werden. Die Vorbereitung Es ist erstaunlich, wie viele Bewerber mit einer nur mangelhaften Vorbereitung in ein Vorstellungsgespräch gehen. Dem Personalchef oder dem Personalberater als geschultem Gesprächspartnern wird dies natürlich auffallen. Der Stellenwert des Bewerbers wird so erheblich geschmälert. Das Gespräch wird dann in den meisten Fällen nur noch aus Höflichkeit weitergeführt und der Bewerber ist überrascht, wenn es bereits frühzeitig mit einer unverbindlichen Floskel endet. Informieren Sie sich umfassend. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie sich gezielt und ausreichend auf jedes Vorstellungsgespräch vorbereiten. Versuchen Sie daher möglichst frühzeitig viele Details über das Unternehmen zu erfahren. Dazu gehören beispielsweise Informationen über
Als Informationsquellen kommen in Betracht: Geschäftsberichte, die IHK, Nachschlagewerke, sowie der Wirtschaftsteil regionaler und überregionaler Zeitungen und natürlich das Internet. Die meisten Firmen und Kanzleien haben mittlerweile eine Vielzahl von Daten und Informationen auf Ihren Homepages eingestellt. Auch Bekannte und Freunde können Ihnen möglicherweise wichtige Hinweise geben. Setzen Sie sich nochmals mit der Anzeige und den dort genannten Anforderungen auseinander. Stellen Sie sich einen Katalog zusammen, der Ihre Wünsche und Forderungen enthält, die von dem neuen Unternehmen möglichst umfangreich erfüllt werden sollten. Notieren Sie sinnvolle Fragen, die Sie zum Unternehmen und zur ausgeschriebenen Position stellen wollen. Gleichzeitig sollten Sie sich überlegen, welche Fragen Ihnen Ihr Gesprächspartner zu Ihrem bisherigen Werdegang stellen könnte. Zusammengefaßt: Mit umfassenden Informationen über das Unternehmen und detaillierten Vorstellungen über den Aufgabenbereich der entsprechenden Position können sie ein Gespräch wesentlich selbstsicherer und entspannter, damit auch besser führen. Seien Sie ausgeruht Zu einer sinnvollen Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch gehört auch die Frage, in welcher Verfassung und in welchem Zustand Sie in dieses Gespräch gehen. Seien sie möglichst ausgeruht und vermeiden Sie unnötige Hetze oder eine lange Autofahrt am Tag der Vorstellung. Erscheinen Sie pünktlich zum vereinbarten Gesprächstermin und planen Sie vorsorglich Verzögerungen ein. Am besten Sie erscheinen cirka fünf Minuten vor dem vereinbaren Beginn. Überprüfen Sie Ihr Outfit Achten Sie auch auf eine gepflegte äußere Erscheinung. Es existieren keine allgemeingültigen Regeln für eine Kleiderordnung, daher lautet die richtige Antwort: Angemessenheit. Ziehen Sie etwas an, worin Sie sich wohlfühlen. Kleiden Sie sich jedoch so, als wenn Sie das neue Unternehmen nach außen repräsentieren. Orientieren Sie sich dabei an dem neuen Aufgabenbereich. Für eine Werbeagentur kann daher ein anderes Outfit angemessen sein, als für ein Bankinstitut. Zum Schluß Ihrer Vorbereitung sollten Sie sich einmal in die Situation Ihres Gesprächspartners hineinversetzen. Aus einer Vielzahl von Bewerbern muß er die oder den Richtigen für die zu besetzende Position auswählen. Daher ist er in der Regel bestrebt, mit Ihnen ein offenes und faires Auswahlinterview zu führen, um eine wirklich abgesicherte Entscheidung treffen zu können. Sehen Sie daher Ihren Gegenüber als echten Gesprächspartner und nicht als Gegner an. Stand: 06.11.2007 |
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